Reisebüros sind aus der Zeit gefallen. Stattdessen bucht man heute online. Die Webseite Goeuro vereint verschiedene Verkehrsmittel und hat jetzt viel neues Geld für Investitionen eingesammelt.

Wer eine Reise buchen wollte, musste früher ins Reisebüro. Wie kommt man wohin am schnellsten? Und welcher Reiseweg kostet wie viel? Diese Informationen hatten früher nur die Agenturen.

Mit Google Maps, Skyscanner oder der Bahn-App geht das heute einfacher. Doch keine dieser Plattformen vergleicht verschiedene Verkehrsmittel zuverlässig. Google Maps funktioniert in manchen Städten gut, in anderen gar nicht. Skyscanner vergleicht Flugpreise. Die Bahn-App die von Zugtickets.

Das Berliner Reise-Start-up Goeuro geht einen anderen Weg. Auf Goeuro können Reisende das Angebot von Bahnunternehmen, Fernbusbetreibern und Fluggesellschaften vergleichen und nach den besten Verbindungen suchen. Inzwischen bündelt das Unternehmen die Angebote von 800 Reiseunternehmen auf seiner Plattform. Goeuro kommt auf 27 Millionen monatlich aktive Nutzer und ist in 36 europäischen Ländern aktiv. Als ersten Zukauf übernahm Goeuro vor kurzem den Karlsruher Konkurrenten Busliniensuche.

In einer Finanzierungsrunde hat das Unternehmen jetzt von Investoren 150 Millionen Dollar (131 Millionen Euro) für den Ausbau seines Geschäfts bekommen. Führende Geldgeber sind die Investmentfirmen Kinnevik aus Schweden und Temasek aus Singapur, wie Goeuro am Dienstag mitteilte. Kinnevik erhält als Folge des Deals einen Sitz im Vorstand von Goeuro. Zu den bisherigen Investoren zählt unter anderem Goldman Sachs.