Keine Branche kommt an der Digitalisierung vorbei. Das Start-up Shedul will Schönheitssalons ins Netz bringen. Investoren sind optimistisc

DüsseldorfEs war eine Reise nach Nepal, die William Zeqiri (37) und Nick Miller (30) 2015 auf die Idee brachte. Alles hatten sie im Netz gefunden: Flug, Ausflüge, Hotels. Als sie dann aber vor Reiseantritt schnell einen frischen Urlaubshaarschnitt verpasst bekommen wollten, stießen sie schnell an die Grenzen der Digitalisierung: „Es gab keinen zuverlässigen Weg, online einen Termin zu buchen, obwohl es in unserer Nachbarschaft viele Möglichkeiten gibt“, sagt Zeqiri. Die Digitalisierung sei bislang an der Branche vorbeigegangen. Das sollte sich ändern.

Und so gründeten die beiden Shedul. Das Start-up bietet Friseuren oder Schönheitssalons eine Software, mit der sich Buchhaltung und Termine digital managen lassen. Anfang 2018 riefen sie zudem den Marktplatz Fresha ins Leben, der das „Urlaubsfrisur-Problem“ der beiden gebürtigen Neuseeländer adressiert.

Auf dem Online-Marktplatz können Kunden Termine bei dem Verschönerer ihres Vertrauens buchen. Die beiden Wahllondoner bekamen dafür nun in der vergangenen Woche prominente Unterstützung: Fünf Millionen US-Dollar steckten unter anderem die

Gründerpersönlichkeiten Niklas Östberg (Delivery Hero), Hakan Koç (Auto1) und der Wagniskapitalgeber Target Global in die Idee. Die Investoren glauben an die beiden: „Wir sind überzeugt, dass starke Gründer eines der zentralen Erfolgskriterien für Start-ups sind“, sagt Shmuel Chafets, General Partner bei Target Global. Zeqiri und Miller seien starke Unternehmerpersönlichkeiten, die mit viel Einsatz das Geschäft vorangebracht hätten. Dabei vereinen sie unterschiedliche Kompetenzen: Zeqiri ist Softwareingenieur, Miller kommt ursprünglich aus dem Marketing.

Quelle: Handelsblatt